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Bodegas Castro Martin
Das Familienunternehmen Bodegas Castro Martin besitzt 11 Hektar Rebfläche in einer der spannendsten Regionen Spaniens – Rías Baixas. Nachdem das Weingut über Generationen hinweg kleine Mengen Wein für den Eigengebrauch, Freunde und Familie sowie ein oder zwei lokale Restaurants produziert hatte, ließ Domingo Martin 1981, sieben Jahre, bevor die DO Rías Baixas ins Leben gerufen wurde, einen State-of-the-Art-Weinkeller errichten. Seither fokussiert das Weingut ausschließlich auf hochwertigsten Albariño.
Der neue Keller war nicht nur der erste mit Stahltanks ausgestattete der Region, sondern wurde zusätzlich auf drei Ebenen errichtet, sodass der Transport der Trauben und Moste fast ausschließlich mit Schwerkraft funktioniert.
Seit 1993 wacht Angela Martin über die Reben, den (inzwischen modernisierten) Keller und den Wein. Die gelernte Biologin und Önologin versteht ihr Handwerk als Aufgabe, den Wein mit so wenig Eingriffen wie möglich in die Flasche zu bringen. Der feucht-neblige Einfluss des Atlantiks macht es den Weingütern in Galicien schwer, vollkommen biologisch zu arbeiten, aber Castro Martin ist so nah an der biologischen Arbeit wie irgendwie möglich.
Angela Martin arbeitet nur mit natürlichem Humus und verzichtet gänzlich auf Herbizide. Die Rebzeilen sind natürlich begrünt. Im Winter grasen Schafe im Weingarten, regulieren die Begrünung und düngen die Böden auf die natürlichste Art. Manchmal wird auch Pferdedung eingesetzt. Grüne Lese und regelmäßige Laubarbeit verhindern die Entstehung zu hoher Feuchtigkeit unter den Pergolas – das beste Mittel, um Pilzerkrankungen zu verhindern, noch bevor sie ausbrechen. Befallene Pflanzen werden mit Kupfer und Schwefel behandelt. Gegen Schädlinge kommen Pheromonfallen zum Einsatz.
Handlese und der Einsatz leichter Flaschen sowie synthetischer Korken aus Zuckerrohr sind weitere Beispiele, die zeigen, dass die Nachhaltigkeitspraktiken des Weinguts nicht nur bis zur Kellertür reichen.
Ganztraubenpressung ist die bevorzugte Methode im Keller, gefolgt von ausgedehntem Hefekontakt und teilweisem biologischem Säureabbau. Beides unterstützt die Haltbarkeit und das Entwicklungspotenzial der Weine. Aus demselben Grund wird nur sehr sanft filtriert, um die natürlichen Aromen zu erhalten, die dem Weingut wichtiger sind, als das Aussehen der Weine.
Das beste Argument für die Qualität der Weine sind natürlich die Weine selbst, die hochwertig und lebendig schmecken, klare Frucht zeigen und mit zartcremiger Struktur ihre Eleganz perfekt ausspielen. Sie zeigen mit Sicherheit am besten, dass sich die unzähligen Stunden in den kleinen Parzellen mit aufwändigster Pergola-Erziehung und nachhaltiger Bewirtschaftung sowie im Weinkeller bei der Gärung und geduldigen Reifung der Weine auszahlen.
Impressionen