Sortiment
Les Monts
Nina Saulnier verfügt gemeinsam mit ihrem Partner Lucas über die 5,5 Hektar große Monopollage Les Crucibées, die bei Fussey genau an der Grenze zwischen der Côte de Beaune und der Côte de Nuits liegt. Auf 415 bis 470 Meter Höhe wächst auf Kalk, Mergel und Kimmeridge mit leichter Lehmauflage sowohl Pinot Noir als auch Chardonnay. Ebenso unprätenziös wie präzise erzeugt die Jungwinzerin nach biodynamischen Richtlinien, aber noch nicht zertifiziert, einen weißen und einen roten Burgunder, die ihnen internationale Händler aus den Händen reißen. Warum? Weil der Stil für Burgund so unbekümmert, neu, modern und trinkfreudig ist – straff, saftig und intensiv mineralisch.
Für ihre Weine betreibt Nina einen geradezu verrückten Aufwand. Alles, was sie bei Jean-Jacques Confuron, Bruno Lorenzon und Domaine Perrot-Minot gelernt hat, bringt sie im Weingarten in verfeinerter Form zusammen. Die Rebflächen haben noch nie chemische Spritzmittel gesehen, sie wurden zuletzt im 19. Jahrhundert für den Weinbau eingesetzt. 100 Jahre lang gab es hier nur Wiesen, Beeren, Pferde und Kühe, bis Nina Saulnier die Flächen rekultivierte. Bei der Bepflanzung wählte sie nach dem Vorbild von Jura und Elsass einen sehr engen Zeilenabstand mit weiten Rebabständen innerhalb der Reihe, sodass die Pflanzdichte insgesamt sehr hoch ausfällt. Zusammen mit der rigorosen Ertragsreduktion sorgt dies für hohe Fruchtkonzentration. Der Kleinsttraktor, den sie aus diesem Grund für die Weingartenarbeiten einsetzen muss, hat den Vorteil, dass er den Boden nicht verdichtet. Die Reben werden am oberen Ende ihrer Hochspalier-Erziehung nicht gekürzt, sondern 2,5–3 Meter am Draht entlanggeflochten. Zum Schutz ihrer Pflanzen kommen Kupfer, Schwefel und Molke zum Einsatz und der Kupfereinsatz beträgt nur ein Viertel der empfohlenen Menge.
Impressionen