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Val del Prete
Am unbekannteren linken Ufer des Tannaro, gegenüber den berühmten Appellationen Barolo und Barbaresco, liegt eine wilde, unberührtere Naturlandschaft mit schroffen Felsen, steilen Hügeln und tiefen Schluchten. Wild ist es auch wegen der alten Legenden über Banditen und Hexen aus früheren Jahrhunderten.
Heute ist das Roero die Geheimtipp-Region für Nebbiolo von exzellenter Güte, aber preislich doch noch erschwinglicher als so mancher gehypte Barolo.
Bartolomeo Roagna kaufte 1977 das Gut Cascina Val del Prete, dem Tal der Priester, das so heißt, weil hier früher ein Abt im Exil wohnte. Bartolomeo betrieb eine gemischte Landwirtschaft mit Pfirsichbäumen und Rindern. Und er pflanzte hier als erster Barbera und Nebbiolo an. 1995 übernahm Sohn Mario und heute mischt Enkelsohn Giovanni kräftig mit. Das Weingut liegt malerisch umgeben von einem Amphitheater von Weingärten.
Die Philosophie könnte bodenständiger nicht sein: Minimal-Intervention im Weingarten, nur natürliche Hefen, 25–30 Tage Mazeration, danach Fasslagerung. Bis zu 3 Jahre sind für einen Roero Riserva vorgesehen.
10 Hektar bewirtschaften die Roagnas in den Hügeln von Madonna de Grace and Cascinotto. Begeistert haben uns die Weine, weil sie so elegant und trinkfreudig sind.